Am 13.09.2020 finden die Kommunalwahlen 2020 statt. Aus diesem Grund haben wir am 13.08.2020, einen Monat vor der Wahl, alle Kreitstagskandidaten aus dem Wahlkreis 18 angeschrieben und um eine kurze Vorstellung ihrer Person gebeten. So haben alle Barmer und Merzenhausener die Möglichkeit, die Kandidaten und ihr politisches Programm zentral und übersichtlich miteinander zu vergleichen und sich einen Überblick zu verschaffen. Vielen Dank an alle Kandidaten, die sich hieran beteiligt haben.

Zur Wahl stehen folgende Kandidaten (Auszug aus der öffentlichen Bekanntmachung):

An der Kandidaten-Vorstellung haben sich beteiligt:

  • Hans Peter Schmitz, Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
  • Eva-Maria Kolonko-Hinssen, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)
  • Marco Braun, DIE LINKE (DIE LINKE)

Hinweis: Die Reihenfolge der Kandidatenprofile ist der chronologischen Reihenfolge in der öffentlichen Bekanntmachung des Kreises Düren entnommen.

Hans Peter Schmitz
Jahrgang 1949
Kfz-Mechaniker
SPD

1) Bitte stellen Sie sich den Wählerinnen und Wählern einmal kurz vor.

Zunächst möchte ich sagen, dass ich für den gesamten Wahlkreis 18 antrete und mir die Bürgerinnen und Bürger vom gesamten Wahlkreis 18 am Herzen liegen, mit all Ihren Fragen, Sorgen und Anregungen und darum beantworte ich Ihre Fragen speziell zu Barmen und Merzenhausen.

Mein Name ist Hans Peter Schmitz ich bin 71 Jahre alt wohne in Jülich-Pattern Kreuzstraße 75 bin verh. habe eine Tochter und einen Enkel, ich war bei der Bundeswehr als Arbeitsprüfer beschäftigt, im Politischen Bereich bin ich Ratsmitglied, Ortsvorsteher von Pattern und Kreistagsmitglied.

2) Sie kandidieren für den Dürener Kreistag im Wahlbezirk 18. Warum sind Barmen und Merzenhausen in Ihren Augen zwei lebens- und liebenswerte Orte?

Mir gefällt besonders das Vereinsleben von Barmen und Merzenhausen.  Das örtliche Zusammenleben das für und miteinander in den Orten. Die Feste am Lindenplatz, das Dorfzentrum in Barmen.

3) Welche infrastrukturellen Maßnahmen wollen Sie in den kommenden Jahren für Jülich und im speziellen für Barmen oder Merzenhausen vorantreiben?

Den Breitbandanschluss nach vorne zu treiben und das Funkloch für Handy`s zu beseitigen. Eine vernüftige Verkehrsführung in Barmen und Merzenhausen herbeiführen, soweit ich als Kreistagsmitglied daran beteiligt werde.

4) Der aktuelle Demografiebericht der Stadt Jülich zeigt auf, dass die Barmer und Merzenhausener Einwohnerzahl abnimmt und die Bevölkerung seit Jahren immer älter wird. Das letzte Neubaugebiet wurde vor über 20 Jahren in Barmen ausgewiesen und es gibt keinen nennenswerten Leerstand alter Häuser. Was möchten Sie dafür tun, um in Barmen oder Merzenhausen neuen Wohnraum für junge Familien zu schaffen?

Das ist eine Frage die mehr bei der Stadt Jülich anliegt, natürlich werde ich mich, einklinken, wenn es von Seiten des Kreises Düren gefordert wird. 

5) Eine abschließende Frage: Wenn die Barmer und Merzenhausener Sie in den Kreistag wählen sollten, welche politischen Themen-Schwerpunkte wollen Sie setzen?

meine politischen Schwerpunkte im Kreistag: hier sind mir als Vorsitzender vom Umwelt und Landschaftspflegeausschuss  die Umwelt- und der Klimaschutz, aber auch der Erhalt der grünen Lunge in Barmen und Merzenhausen ein besonderes Anliegen,

Sport im Kreis Düren, hier bin ich Sportpolitischer Sprecher.

Die Finanzen im Kreis Düren, 

Besonders liegt mir auch die Jugend am Herzen, hier bezahlbare gute Kindergärtenplätze zu erhalten, gute Schulen für das spätere berufliche Leben.

Eva-Maria Kolonko-Hinssen
Jahrgang 1959
Diplom-Ingenieurin
GRÜNE

1) Bitte stellen Sie sich den Wählerinnen und Wählern einmal kurz vor.

Meine Name ist Eva-Maria Kolonko-Hinssen, ich bin verheiratet seit 1989, wir haben 2 Kinder:
Von Beruf bin ich Diplom-Ingenieurin in der Petrochemie in Köln.
Ich wohne seit 1986 in Jülich-Stetternich, seit 1994 bin ich im Stadtrat von Jülich und seit 2014 im Dürener Kreistag.
Hobbys: Familie, Lesen (oft Krimis), Garten und Tiere (zur Zeit eine Schildkröte und eine Nachbarkatze als Gastkatze) und wenn möglich hin und wieder Reisen - andere Länder - andere Kulturen - andere Sichtweisen kennenlernen
Meinen größten Wunsch - einmal im Leben nach Neuseeland zu reisen - habe ich mir letztes Jahr im November erfüllt
Sport: ich bin Fussballfan.
Meine Mannschaft heißt Alemannia Aachen - da bin ich leider in den letzten Jahren durch manches Tal der Tränen gegangen.

2) Sie kandidieren für den Dürener Kreistag im Wahlbezirk 18. Warum sind Barmen und Merzenhausen in Ihren Augen zwei lebens- und liebenswerte Orte?

Diese Frage ist für mich leicht. Ich liebe das Landleben. Ich nenne auch meinen Wohnort nicht Stadtteil sondern Dorf - ja, ich lebe auf dem Dorf und fühle mich wohl dabei. Gerade hier finde ich Ruhe und Erholung.
Barmen: Was mir zuerst einfällt ist das Natuschutzgebiet und Schloss Kellenberg.
Unsere beiden Kinder sind in Barmen im Haus Overbach zur Schule gegangen. Ich habe die Schulfeste immer genossen - auch am Spülmobil.
Hier gibt es einen Dorfladen - den ich mir auch noch an anderen Stellen Wünsche und einen Badesee.
Die Radwegeverbindung ist vorhanden - könnte verbessert werden.

Die Geschichte von Merzenhausen ist nicht jung. Wenn ich richtig informiert bin basiert sie auf das Jahr 1307. Selber ist es ein kleineres Dorf mit einem speziellen Reiz und mit landwirtschaftlichem Charakter.
Es bildet die direkte Verbindung zu unseren Nachbardörfern - Ederen, Freyaldenhoven.

3) Welche infrastrukturellen Maßnahmen wollen Sie in den kommenden Jahren für Jülich und im speziellen für Barmen oder Merzenhausen vorantreiben?

Ja, die Infrastrukturellen Maßnahmen.

Vorantreiben von Maßnahmen im Kreistag natürlich über die Mitarbeit in den Gremien, die für die Strukturentwicklung zuständig sind. Das heißt z.B. im Ausschuß für Kreis- und Regionalentwicklung und der Metropolregion Rheinland. Ebenso ist ein Bestandteil meiner Aufgabe die Einwohner aktiv bei der Entwicklung der Maßnahmen einzubinden. Dies kann über unterschiedliche Formen geschehen. Denn Veränderung gelingt nur zusammen.
Wichtig ist für mich, dass die Ausweisungen im derzeitigen Regionalplan hinsichtlich Veränderung des Naturschutzgebietes in Barmen in ein Lanschaftsschutzgebiet zurückgemommen werden. Mir ist bekannt, dass sich Bürgerinnen und Bürger derzeit schon dafür stark engagieren. Was ich, soweit ich kann, unterstütze und unterstüzen werde.

Mit dem neuen Dorfentwicklungskonzept der Stadt Jülich können Entwicklungen in beiden Dörfern vorangetrieben und verbessert werden. Das Konzept muss vehement vorangetrieben werden, die ersten Umsetzungsmaßnahmen müssen noch in dieser Periode erfolgen.

Mobilität:
Nicht nur der Kreis, auch die Stadt Jülich bemühen sich durch verschiedene Nahverkehrspläne und Konzepte Verbesserungen zu erzielen. Ich möchte dabei aktiv mitarbeiten. Durch die Umfrage in Jülich hat sich gezeigt, dass diese Thema natürlich noch lange nicht zu Ende diskutiert wurde.
Hier ist es auch wichtig schnell auf Veränderungen reagieren zu können.

Die Corona Pandemie hat mir gezeigt was alles positiv möglich ist - weniger PKW-Verkehr, vermehrte Nutzung des Fahrrades; ander Gestaltung der Arbeit - durch Home Office. Hierfür müssen die Vorraussetzungen geschaffen werden -Thema Breitbandausbau aber auch das soziale Umfeld - Kinderbetreuung.
Die positiven Erkenntnisse sollen in meine Arbeit einfließen.

4) Der aktuelle Demografiebericht der Stadt Jülich zeigt auf, dass die Barmer und Merzenhausener Einwohnerzahl abnimmt und die Bevölkerung seit Jahren immer älter wird. Das letzte Neubaugebiet wurde vor über 20 Jahren in Barmen ausgewiesen und es gibt keinen nennenswerten Leerstand alter Häuser. Was möchten Sie dafür tun, um in Barmen oder Merzenhausen neuen Wohnraum für junge Familien zu schaffen?

Die Frage des Wohnraumes und wie wir in Zukunft arbeiten und leben zusammenbringen ist ein zentrales Thema.
Dabei schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Zum einen gönne ich jedem einen privaten Bereich für sich und seine Familie aufzubauen. Zum anderen bin ich als Grüne natürlich immer darauf bedacht den Flächenverbrauchh zu reduzieren und wertvolle Böden nicht der Landwirtschft wegzunehmen.
Ebenso sind die Bedürfnisse von Jungen Menschen und Familien einzubinden. Da kann ich meine Vorstellungen haben, aber ohne einen gemeinsamen Weg wird dies nicht möglich sein.
Es kann auch sein, dass für einzelne Personen ein Minihaus (Tiny House) eine Alternative darstellen können - hierfür muss das Baurecht geschaffen werden.
Sie sehen also - ich kann noch keine konkrete Aussage hierzu treffen.
Ich werde mich aber dafür einsetzen ein Konzept mit allen Akteuren zu erarbeiten, damit die Vorstellungen, rechtlichen Vorgaben etc. dann in Gebietsausweisungen möglich sind.

5) Eine abschließende Frage: Wenn die Barmer und Merzenhausener Sie in den Kreistag wählen sollten, welche politischen Themen-Schwerpunkte wollen Sie setzen?

Meine politischen Schwerpunkte von 2014 sollen auch weiterhin meine Schwerpunkte bleiben.

Ich war Mitglied des Ausschusses für Kreis- und Regionalentwicklung und möchte diese Tätigkeit ebenfalls weiterführen. Wir werden Veränderungen im Rahmen des Strukturwandels erleben. Diese müssen meiner Ansicht nach Ganzheitlich mit allen Betroffenen in unserem Raum entschieden, umgesetzt, überprüft, evtl. angepasst und positiv begleited werden. Hierzu müssen auch alle Parteien versuchen ihre unterschiedlichen Ansichten zu bündeln und zusammen zu arbeiten.
Die Kohlekommission des Bundes hat gezeigt, dass dies möglich ist und meine Devise lautet was im Großen möglich ist sollte auch im Kleinen machbar sein

Als Arbeitskreisvorsitzende Mobilität möchte ich weiterhin strukturell an Möglichkeiten zur Verbesserung der Mobilität im ländlichen Raum mitarbeiten. Dabei sind in meinem Wahlbezirk die ländlichen Strukturen zu berücksichtigen und es ist naturgemäß nicht nur das Auto sondern alle Formen der Mobilität.

Was mir auch noch besonders am Herzen liegt, ist die Veränderungen unserer Landschaft. Die Inhalte des großen Begriffs der Biodiversität wurde mir erst vor kurzem richtig bewußt. Wir können in unserem regionalen Bereich nicht nur an einzelnen Stellschrauben drehen. Die Komplexität hinsichtlich Insekten und Lebensräume, Klimawandel, Anforderungen an Wassernutzung etc. können wir in kleinen Schritten beeinflussen und verändern. Das dazu erstellte Klimapaket des Kreise bietet hierzu eine Chance, die für unseren Raum vorhandenen Möglichkeiten zu nutzen.

Marco Braun
Jahrgang 1989
DIE LINKE

1) Bitte stellen Sie sich den Wählerinnen und Wählern einmal kurz vor.

- keine Antwort -

2) Sie kandidieren für den Dürener Kreistag im Wahlbezirk 18. Warum sind Barmen und Merzenhausen in Ihren Augen zwei lebens- und liebenswerte Orte?

- keine Antwort -

3) Welche infrastrukturellen Maßnahmen wollen Sie in den kommenden Jahren für Jülich und im speziellen für Barmen oder Merzenhausen vorantreiben?

Für die Ausweisung von Baulandflächen ist die Gemeinde verantwortlich und nicht der Kreistag. Im Rahmen der Wachstumsoffensive des Kreis Düren wird es aber zu Neubaugebieten auch im Wahlkreis 18 kommen.

4) Der aktuelle Demografiebericht der Stadt Jülich zeigt auf, dass die Barmer und Merzenhausener Einwohnerzahl abnimmt und die Bevölkerung seit Jahren immer älter wird. Das letzte Neubaugebiet wurde vor über 20 Jahren in Barmen ausgewiesen und es gibt keinen nennenswerten Leerstand alter Häuser. Was möchten Sie dafür tun, um in Barmen oder Merzenhausen neuen Wohnraum für junge Familien zu schaffen?

Auch hier ist die Stadt Jülich gefordert. Was wir für das gesamte Kreisgebiet fordern sind Bau- und Gewerbegebiete. Selbstverständlich muss die Infrastruktur den heutigen Anforderungen entsprechen.

5) Eine abschließende Frage: Wenn die Barmer und Merzenhausener Sie in den Kreistag wählen sollten, welche politischen Themen-Schwerpunkte wollen Sie setzen?

Wie bereits angemerkt ist hier zuerst die Stadt Jülich gefordert. Wir halten für die Attraktivität einer Gemeinde ein aktives Vereinsleben und gute nachbarschaftliche Verhältnisse für unabdingbar. Wir werden alles tun um in allen Gemeinden das Vereinsleben zu stärken.

Kategorien: Dorfleben

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