Am 13.09.2020 finden die Kommunalwahlen 2020 statt. Aus diesem Grund haben wir am 13.08.2020, einen Monat vor der Wahl, alle Stadtratskandidaten aus dem Wahlkreis 15 angeschrieben und um eine kurze Vorstellung ihrer Person gebeten. So haben alle Barmer und Merzenhausener die Möglichkeit, die Kandidaten und ihr politisches Programm zentral und übersichtlich miteinander zu vergleichen und sich einen Überblick zu verschaffen. Vielen Dank an alle Kandidaten, die sich hieran beteiligt haben.

Zur Wahl stehen folgende Kandidaten (Auszug aus der öffentlichen Bekanntmachung):

An der Kandidaten-Vorstellung haben sich beteiligt:

  • Heinrich Frey, Unabhängige Wählergemeinschaft Jülichs überparteiliche Liste (UWG-JÜL)
  • Susanne Oppermann, Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
  • Marita Boslar, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)

Hinweis: Die Reihenfolge der Kandidatenprofile ist der chronologischen Reihenfolge in der öffentlichen Bekanntmachung der Stadt Jülich entnommen.

Heinrich Frey
Jahrgang 1955
Lehrer im Ruhestand
UWG-JÜL

1) Bitte stellen Sie sich den Wählerinnen und Wählern einmal kurz vor.

Heinz Frey, 65 Jahre, verheiratet, drei erwachsene Kinder, seit 27 Jahren im Stadtrat Jülich. Von Kindheit an bin ich in unseren beiden Dörfern Barmen und Merzenhausen in allen Bereichen engagiert, lokal vor Ort in Wirtschaft, Versorgung, Sport,  Kultur, Freizeit, Schule, Bildung ... Genau deswegen erhielt ich mit dem  Bundesverdienstkreuz und dem Deutschen Engagementpreis zwei besondere Auszeichnungen. Für die kommenden Jahre habe ich weitere Pläne, die wir alle in Barmen und Merzenhausen gemeinsam umsetzen können.

Getreu meinem Motto: net mulle – besser maache – bin ich es gewohnt Dinge sofort anzupacken, und auch dabei selbst Hand anzulegen und  beharrlich zu verfolgen.

2) Sie kandidieren für den Jülicher Stadtrat im Wahlbezirk 15. Warum sind Barmen und Merzenhausen in Ihren Augen zwei lebens- und liebenswerte Orte?

Beide Orte haben ihre Besonderheit. Barmen mit der herausragenden Lage in der Ruraue und Merzenhausen als aktives Dorf mit bedeutender Landwirtschaft. Als Wohnstandorte sie sind lebenswert für Jung und Alt. Mir ist dabei auch wichtig, dass die beiden Orte in all den Jahren, die ich sie im Stadtrat vertreten darf,  enger zusammengewachsen und sich positiv entwickelt haben. Ob Bürger-/Schützenhalle, Sportheim, DORV-Zentrum, Beobachtungstation, Betreuungsplätze für Kinder, Erhalt/Ausbau der Grundschule Koslar, Ortsumgehung  L14n… Vereinsleben, Kultur,  Sport, etc. -  alles Dinge, die für unsere Lebensqualität sehr wichtig sind. Mit dem DORV-Zentrum, das  maßgeblich mit meiner Initiative seit fast 20 Jahren besteht, haben wir noch eine Grundversorgung, ergänzt mit den beiden Hofläden in Merzenhausen. Wichtig sind mir auch die Mitmenschen in unseren beiden Orten, hier kennt man sich noch, hier gestaltet man gemeinsam, hier feiert man miteinander, es gibt eine gesunde Nachbarschaft, alles das zu erhalten und weiter zu fördern, ist mein Ziel.

3) Welche infrastrukturellen Maßnahmen wollen Sie in den kommenden Jahren für Jülich und im speziellen für Barmen oder Merzenhausen vorantreiben?

Wir, die UWG-JÜL, sind schon dabei: Glasfaser in jedes Haus in der Stadt Jülich – das genau ist unserer Initiative – die Stadtwerke Jülich setzen es jetzt um – Nach Koslar folgt Barmen. Das ist eine der Grundvoraussetzungen für die Zukunft, ob Homeoffice, online-Schule, Streaming-Dienste, digitale Verwaltung, Online Versorgung…  Dazu gehört auch eine Verbesserung der Mobilfunk-Versorgung.

Weitere Projekte sind neue Baugebiete in unseren Orten. Und dazu gehört dann auch die direkte Bahnanbindung von und nach Aachen, für die ich seit vielen Jahren kämpfe,  nicht nur für Pendler, Wissenschaftler, Studenten, Schüler, nein auch für die Freizeit ist das eine unbedingte Notwendigkeit. Eine Umsetzung erscheint nun  endlich möglich, wird aber akut gefährdet durch die überzogenen Forderungen anderer Parteien nach einer S-Bahn bis Düsseldorf. Für unseren Braintrain nach Aachen liegt die Trasse da, es braucht keinen Landerwerb, kein neues Verfahren, es kann zügig umgesetzt werden. Alles andere braucht zwanzig Jahre und mehr.

Also: das Machbare umsetzen.

4) Der aktuelle Demografiebericht der Stadt Jülich zeigt auf, dass die Barmer und Merzenhausener Einwohnerzahl abnimmt und die Bevölkerung seit Jahren immer älter wird. Das letzte Neubaugebiet wurde vor über 20 Jahren in Barmen ausgewiesen und es gibt keinen nennenswerten Leerstand alter Häuser. Was möchten Sie dafür tun, um in Barmen oder Merzenhausen neuen Wohnraum für junge Familien zu schaffen?

Kurzfristig neuen Wohnraum zu schaffen geht auch mit Verdichtung bestehender Wohnbebauung. Das schafft schnell verfügbaren Raum,  reduziert den Flächenverbrauch und schont  die Umwelt. Genau diesen JÜL-Antrag haben die etablierten Parteien gerade erst im Stadtrat abgelehnt.

Natürlich brauchen wir auch neue Baugebiete in Barmen und Merzenhausen. Dazu laufen im Moment die Prüfungen möglicher Flächen. Kurzfristig werden dann erste Flächen in Angriff genommen. Herzu habe ich eine Begehung mit Bürgermeister und Technischem Beigeordneten durchgeführt. Die Stadtentwicklungsgesellschaft ist schon aktiv. 

Und ganz klar: das Naturschutzgebiet  an der unteren Seestraße wird kein Baugebiet, das  Grüne Herz Barmens soll Naturschutzgebiet bleiben.

Gerade Corona  hat unsere Gesellschaft ins Umdenken gebracht. Der ländliche Raum gewinnt an Bedeutung, weil Wohnen und Arbeiten wieder zusammengebracht werden können (z.B. Homeoffice). Nicht jeden Tag in die Ballungsräume fahren zu müssen, bringt allen Lebensqualität, ja Zeit. Dafür hat die JÜL- Offensive für Digitalsiering, Mobilität und Nahversorgung den Grundstein gelegt, schon vor Corona.

5) Eine abschließende Frage: Wenn die Barmer und Merzenhausener Sie in den Stadtrat wählen sollten, welche politischen Themen-Schwerpunkte wollen Sie setzen?

Die UWG-JÜL will in jedem Ort einen Ortsausschuss (Gemeinderat) etablieren. Die Verlagerung der Entscheidungsebene an die Basis schafft sachorientierte Entscheidungen durch die betroffenen Bürger/innen  selbst, frei von Ideologie, Lobbyisten und Parteispitzen.

Wohnen uns Arbeiten zusammenbringen, auch lebenslanges Wohnen – gerade für ältere Mitbewohner. Dazu gehören, wie  schon beschriebenen, Digitalisierung/Glasfaser, neue Mobilitätsangebote und  Ausbau der Nahversorgung (z.B. DORV-Online). Zu all dem hat die JÜL  Anträge gestellt, die Dinge sind schon in der  Umsetzung. Wir werden sie scherpunktmäßig weiter voranbringen.

Generationengerechtigkeit als  Leitgedanken. Das beginnt hier in Barmen/Merzenhausen.

Es richtet den Blick neben dem  Umweltaspekt, den wir mit Verdichtung, Homeoffice etc. sehr wohl erkennen,   auch auf den Sozialstaat. Die junge Generation darf nicht allein mit allen Folgekosten belastet werden. Entlastung fängt an, wo ältere Mitbürger/innen in ihrer gewohnten sozialen Umgebung,  möglichst lebenslang, bleiben können. Eine Unterbringung außerhalb im Heim verursacht hohe Sozialkosten. Auch Jüngere profitieren,  können  ebenfalls gut versorgt – aber deutlich preiswerter - im ländlichen Raum leben. Das spart Geld,  Zeit und Wege.

Wir – Ortsvorsteher/in  Annekäth Peters und Ralf Heinen, sowie meine Person als Stadtverordneter-  kümmern uns natürlich weiter um die alltäglichen Dinge, auch um die Unterstützung von Vereinen, Kultur und Sport etc. - und das nicht nur sechs Wochen vor der Wahl.

Susanne Oppermann
Jahrgang 1963
Altenpflegerin
SPD

1) Bitte stellen Sie sich den Wählerinnen und Wählern einmal kurz vor.

Mein Name ist Susanne Oppermann. Ich wohne seit 30 Jahren mit meiner Familie in der Lankenstraße. Ich habe drei Kinder im Alter von 28, 25 und 18 Jahren. Als gelernte Altenpflegerin und einem Bachelorabschluss Pflege, arbeite ich als hauptamtliche Dozentin in der Ausbildung von Pflegekräften in Düren. Seit 16 Jahren bin ich ehrenamtlich in der Kommunalpolitik für die SPD aktiv. 2014 wurde ich in den Stadtrat gewählt. Dort bin ich Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss. Außerdem bin ich Mitglied im Aufsichtsrat Brückenkopfpark. Themen wie Schule, Gleichberechtigung von Frauen und Männern und Umwelt sind mir sehr wichtig. In meiner Freizeit gehe ich gerne joggen oder spiele Tennis.

2) Sie kandidieren für den Jülicher Stadtrat im Wahlbezirk 15. Warum sind Barmen und Merzenhausen in Ihren Augen zwei lebens- und liebenswerte Orte?

Ich wohne in Barmen seit 30 Jahren. Meine Kinder sind hier in den Kindergarten gegangen und aufgewachsen. Mit den Vereinen und dem Baggersee bietet dieser Ort alles, was ein attraktiver Wohnort braucht. Viele Menschen aus der Umgebung kommen nach Barmen, um hier ihre Freizeit zu verbringen. Es gibt die Möglichkeit im Wald spazieren zu gehen, im Baggersee zu schwimmen. Baseball, Tennis und Fußball bieten ein reichhaltiges Sportangebot. Die Kirche in Barmen und Schloss Kellenberg sind von kulturellem Interesse. Es gibt viele sehr aktive Vereine und mit der Schützenhalle auch einen Ort, um Vereinsleben zu gestalten. Merzenhausen ist es gelungen den dörflichen Charakter zu erhalten und mit Hilfe der sehr aktiven Vereine das Dorfleben zu gestalten. Mehrere Bauern bieten regionale Produkte in ihren Dorfläden an. Der Lindenplatz und die Bürgerhalle sind Beispiele für eine gelungene Dorfgemeinschaft.

3) Welche infrastrukturellen Maßnahmen wollen Sie in den kommenden Jahren für Jülich und im speziellen für Barmen oder Merzenhausen vorantreiben?

Wichtig ist für Barmen und Merzenhausen der schnelle Ausbau des Glasfasernetzes durch die Stadtwerke Jülich. Durch die Coronakrise ist noch deutlicher geworden, dass digitaler Unterricht und Homeoffice an Bedeutung weiter zunehmen werden. Ohne ein stabiles Glasfasernetz ist Unterricht und Arbeit von zu Hause kaum möglich. Die Stadtwerke sind eine 100% Tochter der Stadt Jülich. Als Mitglied des Stadtrates sind die Einflussmöglichkeiten hier sicher gegeben. In Jülich ist unser Ziel bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, damit junge Familien hier attraktive Lebensverhältnisse vorfinden. Auch Barmen und Merzenhausen brauchen Baugebiete, damit junge Menschen weiter in ihren Dörfern wohnen bleiben können. Barmen und Merzenhausen können nur dann attraktiv bleiben, wenn die Verkehrssituation gelöst wird. Hierzu wird an einem Mobilitätskonzept gearbeitet. Das Ergebnis einer Verkehrszählung steht noch aus. Das Integrierte Handlungskonzept für Jülich ist auf den Weg gebracht. Die Ausgestaltung wird ein wichtiges Thema der nächsten Legislaturperiode sein. Ein Dorfentwicklungskonzept wird folgen. Hierzu wird es in den Dörfern eine Bürgerbeteiligung geben. Diesen Prozess werden wir als SPD Jülich gerne unterstützen.

4) Der aktuelle Demografiebericht der Stadt Jülich zeigt auf, dass die Barmer und Merzenhausener Einwohnerzahl abnimmt und die Bevölkerung seit Jahren immer älter wird. Das letzte Neubaugebiet wurde vor über 20 Jahren in Barmen ausgewiesen und es gibt keinen nennenswerten Leerstand alter Häuser. Was möchten Sie dafür tun, um in Barmen oder Merzenhausen neuen Wohnraum für junge Familien zu schaffen?

Wachstum für Jülich und seine Orte ist ein Schwerpunktthema im Kommunalwahlkampf der SPD Jülich. Wachstum geht aber nur, wenn entsprechender Wohnraum zur Verfügung steht. Als SPD Jülich wünschen wir uns ein Baugebiet Richtung Koslar, in der Nähe zum Neubaugebiet Prinzengracht. Es ist für uns keine Alternative Naturschutzgebiete in Landschaftsschutzgebiete umzuwandeln, um dort möglicherweise Bauland zu generieren. Insgesamt muss dieser Prozess transparent ablaufen. Dazu gehört auch, dass der Stadtrat beschlossen hat, Baugrundstücke in Zukunft nicht mehr per Losentscheid zu verteilen. Durch ein Punktesystem sollen junge Familien aus den Dörfern bevorzugt werden. An diesem Punktesystem arbeitet der Rat noch. Ein wichtiges Thema ist in diesem Zusammenhang für die SPD Jülich bezahlbarer Wohnraum. Grundstücke und Wohnungen dürfen nicht so teuer sein, dass sich nur noch Menschen mit viel Geld ein solches Grundstück oder eine Wohnung leisten können. Wir wollen, dass junge Menschen in Barmen/Merzenhausen bauen und wohnen können, wenn sie das möchten.

5) Eine abschließende Frage: Wenn die Barmer und Merzenhausener Sie in den Stadtrat wählen sollten, welche politischen Themen-Schwerpunkte wollen Sie setzen?

Barmen ist ein wunderschöner, lebenswerter Ort. Das soll auch so bleiben. Aus diesem Grund setze ich mich für den Erhalt der Naturschutzgebiete ein. Hier bin ich auch aktives Mitglied der Bürgerinitiative. Ein weiteres Thema ist die Situation am Baggersee. Diese Situation muss verändert und verbessert werden. Vermehrte Kontrollen müssen dazu führen, dass der See auch wieder für die Barmener Bürger attraktiv wird. Die Verkehrssituation in Barmen/Merzenhausen muss transparent begleitet werden. Ein Wachstum Jülichs mit seinen Dörfern ist nur mit einer entsprechenden Breitbandversorgung möglich. Als Mitglied des Stadtrates habe ich die Möglichkeit diese Themen weiter zu begleiten. Ein weiters wichtiges Thema ist für mich die Beteiligung von Frauen in der Kommunalpolitik. 50% der Bürger und Bürgerinnen in Jülich sind weiblich. Dieses spiegelt sich bei vielen Parteien in den Wahllisten nicht wider. Die SPD hat aus diesem Grund schon lange eine Frauenquote eingeführt. Kommunalpolitik muss weiblicher werden.

Marita Boslar
Jahrgang 1965
Online-Redakteurin
GRÜNE

1) Bitte stellen Sie sich den Wählerinnen und Wählern einmal kurz vor.

Familienstand: verheiratet, einen erwachsenen Sohn

Beruf: Freiberufliche Lehrkraft und Online-Redakteurin

Details:seit 2014 Bündnis 90/Die Grünen und Ratsmitglied, Mitglied des Integrationsrats und im Ausschuss für Jugend, Familie, Soziales und Sport –Fraktionsvorsitzende

Interessen: Kunst, Musik, Theater und Naturwissenschaften

Aktivitäten: Umweltpolitik und Journalismus, Sprecherin des Aktionsbündnisses „StopWestcastor“

Hobbys: Wandern und auf Festivals gehen

Vorbilder: Nelson Mandela, Hans-Christian Ströbele

Lieblingsbuch: Empört Euch! von Stéphane Hessel

2) Sie kandidieren für den Jülicher Stadtrat im Wahlbezirk 15. Warum sind Barmen und Merzenhausen in Ihren Augen zwei lebens- und liebenswerte Orte?

Barmen ist ein wunderschöner Ort mit viel Natur, innerdörflichen Waldgebieten und einem See. In der Jülicher Region ist dies eine Besonderheit. Barmen hat einiges zu bieten, so hat der Ort mehrere Preise im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ bekommen. Zudem besitzt Barmen einige Baudenkmäler: Haus Overbach – einem ehemaligen Rittergut – und Schloss Kellenberg – eine Wasserburg.

In den Ortschaften Barmen und Merzenhausen gibt es eine intakte Dorfstruktur mit vielen Vereinen.

Vor einigen Wochen hat sich in Barmen eine neue Bürgerinitiative gegründet, die aufmerksam die

Umweltpolitik verfolgt und sich für die Interessen der Bürger und Bürgerinnen einsetzt. Das finde ich sehr anerkennenswert.

In den Ortschaften ist es keine Selbstverständlichkeit mehr, einen zentralen und auch größeren Raum für Dorffeste zu haben.Für die Dorfgemeinschaft gibt es in beiden Orten noch einen zentralen Treffpunkt: Barmen hat eine Schützenhalle – Merzenhausen hat einen Mehrzweckraum mit einem attraktiven und zentral gelegenen Dorfplatz, der zum Verweilen einlädt.

3) Welche infrastrukturellen Maßnahmen wollen Sie in den kommenden Jahren für Jülich und im speziellen für Barmen oder Merzenhausen vorantreiben?

Die Ortschaften stärken und unnötige Wege überflüssig machen. Die Nahversorgung soll daher weiterhin verbessert werden. Das Besorgen von Medikamenten und die Verfügbarkeit von Medikamenten ist auch außerhalb der Kernstadt Jülichs wichtig. Die Stadt muss es Anbietern lukrativ machen, eine weitere Dienstleistung vor Ort anzubieten. Dies kann beispielsweise durch eine Kombination von bestehendem Dorfladen und einer Paketabholstation ermöglicht werden.

Vorhandene Begegnungsstätten für Jung und Alt mit digitaler Infrastruktur ausstatten und Freifunk unterstützen.

Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) stärken mit einem zusätzlichen Bürgerbus, den es in der Kernstadt schon gibt. Es sollte möglich sein, sein Fahrrad im ÖPNV mitzunehmen.

Den Versuch wagen, neue Feste anzubieten, wo alle Vereine zusammenkommen.

In Barmen und Merzenhausen ist das bürgerschaftliche Engagement groß. Zahlreiche Vereine und Initiativen machen unsere Dörfer lebendig. Auch zu Zeiten klammer Haushaltskassen sollte eine zentrale Begegnungsstätte erhalten bleiben.

4) Der aktuelle Demografiebericht der Stadt Jülich zeigt auf, dass die Barmer und Merzenhausener Einwohnerzahl abnimmt und die Bevölkerung seit Jahren immer älter wird. Das letzte Neubaugebiet wurde vor über 20 Jahren in Barmen ausgewiesen und es gibt keinen nennenswerten Leerstand alter Häuser. Was möchten Sie dafür tun, um in Barmen oder Merzenhausen neuen Wohnraum für junge Familien zu schaffen?

Die Menschen werden immer älter, vielleicht macht es Sinn, neue Projekte wie Mehrgenerationenhäuser zu unterstützen.

Neuer Wohnraumsollte bezahlbar bleiben: keine immense Steigerung der Grundstückspreise für Neubauten.

Beim Neubau setze ich mich dafür ein, dass nach neuestem Stand der Technik gebaut wird. Für neue Bebauungspläne sollen neue Standards festgelegt werden, die ein hohes energetisches Niveau vorschreiben.

Statt die Planung neuer Baugebiete der Stadt Jülich oder den Architekturbüros zu überlassen, setze ich mich dafür ein, dass auch den Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit gegeben wird, ihr eigenes klimaneutrales Wohngebiet zu planen. Dies hat in der Bevölkerung eine höhere Akzeptanz und bietet den Bürgerinnen und Bürgern eine neue Möglichkeit der Beteiligung an dörflichen Entscheidungen.

5) Eine abschließende Frage: Wenn die Barmer und Merzenhausener Sie in den Stadtrat wählen sollten, welche politischen Themen-Schwerpunkte wollen Sie setzen?

Beide Ortschaften sollen für Alt und Jung weiterhin attraktiv bleiben – mit guter Nahversorgung, einem zentralen Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft und neuer Wohnraum soll geschaffen werden.

Die bestehenden Naturschutzgebiete sollen erhalten bleibenund für neue Landschaftsschutzgebiete werde ich mich einsetzen.

Kategorien: Dorfleben

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