Die LaNTD („Landwirtschaft Naturschutz und Tourismus Driesch“) AG des Kultur- und Verkehrsvereins Barmen e.V. erhielt den „Heimatscheck“ des Landes NRW durch die Landtagsabgeordnete Dr. Patricia Peill für den außerordentlichen ehrenamtlichen Einsatz für den Erhalt der Kultur- und Naturlandschaft Driesch.

Frau Dr. Peill überbrachte den Scheck im Rahmen einer Feierstunde auf Schloss Kellenberg persönlich und überzeugte sich von den Fortschritten des LaNTD-Projektes des Kultur und Verkehrsverein Barmen e.V.

Neben den geplanten Maßnahmen auf dem Driesch und den Schwierigkeiten im Genehmigungsverfahren wurde auch der Einsatz des „Roten Höhenviehs“ thematisiert. Dazu gehörte auch ein Termin bei den ersten beiden Tieren. In der geplanten Pilotphase sollen bis zu acht Tiere „Rotes Höhenvieh“ den Driesch bevölkern und beweisen, dass sich Ihr Einsatz als „Landschaftspfleger“ positiv auf die ökologische Vielfalt in den Drieschauen auswirkt. Mit ihrer Hilfe können die gefährliche Herkulesstaude oder das Springkraut zurückgedrängt werden, wovon letztendlich die heimische Flora profitiert. Davon ist die LaNTD-AG überzeugt, da auch erste Futtergabetests gezeigt haben, dass die Tiere diese „Neophyten“ als Nahrung annehmen.

   

Das Projekt soll die Kulturlandschaft Driesch als Naturraum durch eine extensive landwirtschaftliche Nutzung erhalten und gleichzeitig als Erholungsraum der Bevölkerung dienen. Frau Dr. Peill begrüßte ausdrücklich den nachhaltigen Gedanken und symbiotischen Ansatz des Projektes und nannte das Engagement bewundernswert und vorbildlich. Sie sicherte der AG Ihre Unterstützung zu und wird sich, wo auch immer notwendig, dafür einsetzen. Die Gelder des Heimatschecks des Landes NRW sollen zum Ausbau der Herde genutzt werden. Die ausgewählte Rinderrasse „Rotes Höhenvieh“ gehört zu den alten Haustierrassen und ist vom Aussterben bedroht. Sie eigenen sich aufgrund Ihrer Genügsamkeit, Anspruchslosigkeit im Futter und aufgrund Ihre Größe besonders für den Einsatz in der Landschaftspflege. Die friedfertigen Tiere werden derzeit auf den Einsatz auf dem Driesch vorbereitet.

Durch den landschaftspflegerischen Einsatz des „Roten Höhenviehs“ wird zum einen an  historische Nutzungsformen des Drieschs angeknüpft und zum anderen wird eine ökologische Aufwertung erzielt, da die Neophyten verdrängt und ökologische Mikrokosmen geschaffen werden.

Auch in dieser Veranstaltung wurde deutlich, dass sich die Bevölkerung Konzepte wünscht,  die zum Erhalt dieser einmaligen Landschaft mit ihren Besonderheiten beiträgt, die traditionelle nachhaltige Weideform wiederaufleben lässt und  zum Erhalt der vom Aussterben bedrohten Rinderrasse „Rotes Höhenvieh“ beiträgt. Dabei stehen eine extensive landwirtschaftliche Nutzung,  Naturschutz und sanfter Tourismus zum Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft Driesch stehen nicht im Widerspruch.

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Kategorien: LaNTD-Projekt

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