Schon zum zweiten Mal informierte die neugegründete Bürgerinitiative „Naturschutzgebiet Barmen“, vertreten durch Petra Jerrentrup, Jochen Lamer, Susanne Oppermann, Silke Pallaske, Klemens Schwarzer und Hilde Zeidler-Deters, die Barmener Bevölkerung über die Veränderungen, die im Entwurf zum neuen Landschaftsplan Rur- und Indeaue enthalten sind .

Durch die zum jetzigen Zeitpunkt vorgesehene Herabstufung des Overbacher Wäldchens von einem Naturschutzgebiet in nur noch ein Landschaftsschutzgebiet gerät die Schutzwürdigkeit des Wäldchens nach Meinung der Bürgerinitiative in Gefahr. Um den Bürgerinnen und Bürgern Barmens die Möglichkeit zu geben, sich selbst ein Bild von der derzeitigen Situation zu machen, hatte die Initiative den Leiter der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Düren, Herrn Lothar Gerhards, und die verantwortliche Landschaftsplanerin aus dem damit beauftragten „Büro für Landschaftsplanung SWECO“ in Koblenz, Frau Sabine Seipp, nach Barmen eingeladen. Sowohl Frau Seipp als auch Herr Gerhards gaben Einblicke in ihre Arbeit und standen für Fragen zur Verfügung. Die zahlreich erschienenen interessierten Einwohner Barmens konnten sich – natürlich unter Corona-Bedingungen – am Veranstaltungsort im Freien vor der Alten Schule darüber informieren, welche Kriterien die Untere Naturschutzbehörde bei der Bewertung von Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten angesetzt hat.

In der anschließenden Fragerunde wurde zu Recht von einigen Bürgern die Befürchtung geäußert, dass ein Naturschutzgebiet, das einmal zu einem Landschaftsschutzgebiet herabgestuft worden ist, letztendlich ohne größere Hindernisse zu einem Baugebiet werden könne. Die für alle Bürger entscheidende Frage, weshalb das Overbacher Wäldchen überhaupt seinen derzeitigen Schutz verlieren soll, wurde jedoch nicht zufriedenstellend beantwortet.

Eine weitere Herzensangelegenheit, für die sich die Gründer der Bürgerinitiative einsetzen wollen, ist die problematische Situation am Barmener Baggersee, die besonders besorgniserregend an Wochenenden in der warmen Jahreszeit auftritt. Dann bricht ein ungebremster und unkontrollierter Ansturm von überregionalen Besuchern über Barmen herein, was regelmäßig auch zu einer nicht weiter tolerierbaren Vermüllung des Barmener Strandes und der angrenzenden Uferbereiche führt. Auch an diesem Ort ist der Schutz von Flora und Fauna ein hohes Gut, sodass ein einheitliches Konzept, das die Belange des Sees und des Angelsportvereins miteinander verknüpft, dringend vonnöten ist. Dieses Projekt soll in naher Zukunft an einem Runden Tisch gemeinsam mit Herrn Bürgermeister Axel Fuchs in Angriff genommen werden.

Kategorien: Natur

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